Ein guter Tag beginnt mit einem leckeren Frühstück: duftend warmes Brot, Marmelade und eine dampfende Tasse Kaffee. Aber hast du dich schon einmal gefragt, warum der flüssige „Wachmacher“ so unterschiedlich schmeckt? Mal fruchtig und mild, mal robust und schokoladig.
Der Schlüssel liegt in der Röstung, in der Bohnenauswahl und ganz besonders in der Frische. Doch wie genau läuft der Prozess ab? Welche Methoden gibt es? Und warum schmeckt frisch gerösteter Kaffee einfach besser? Das erklärt dir Kaffee-Experte Thomas Pickhard.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Schonend, mit niedriger Temperatur und ganz langsam gerösteter Kaffee entwickelt mehr Tiefe. Beim Rösten durchläuft die Bohne mehrere Stadien.
- Die Röstgrade beeinflussen Säure, Bitterstoffe und Aromen des Kaffees.
- Mit MyHomeRoast lässt sich Kaffee nach individuellen Vorlieben ab jetzt ganz einfach auf Knopfdruck rösten.
Welche Röstmethoden gibt es?
Nicht jede Bohne wird gleich geröstet. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptverfahren, die ich dir kurz vorstellen möchte.
Langsame Niedrigtemperaturröstung
Das innovative Röstsystem von MyHomeRoast wurde speziell für schonende Niedrigtemperaturröstung entwickelt. Dieser Prozess dauert ca. 15 Minuten, wodurch sich die Aromen gleichmäßig entfalten können.
Durch die schonende Röstung bleiben feine Nuancen erhalten, die Säure ist ausgeglichener und das Getränk schmeckt vollmundig.
Industrielle Heißluftröstung – schnell und intensiv
Mit großindustriellen Heißluftröstern kann die Röstzeit durch besonders hohe Temperaturen auf bis zu 90 Sek. reduziert werden. Das sorgt für eine kräftige Karamellisierung, lässt aber weniger Raum für feine Aromen.
Dieses Verfahren ist sehr effizient, überlagert jedoch oft das für die jeweilige Kaffeesorte typische Aroma. Dies trifft teilweise auf Billigkaffees zu.
Die schonende Röstung zu Hause bringt Nuancen zur Geltung, die bei der industriellen Verarbeitung einfach verloren gehen. Beim selber Rösten weiß man, was drinnen ist und kennt das Röstdatum. Geduld zahlt sich aus. Denn schnelle Verfahren bringen nie die gleiche Aromenvielfalt hervor. Im Gegenteil! Das schwarze Gold zeigt sein volles Potenzial erst, wenn es langsam schonend geröstet wird.
Was passiert beim Kaffeerösten?
Die Bohne durchläuft hierbei eine Reihe chemischer Veränderungen. Rohkaffee ist zunächst grün und geschmacklich neutral – erst durch die Hitze entfalten sich die typischen Charakteristika.
- Feuchtigkeitsverlust und Farbveränderung: Zu Beginn verdunstet das in den Bohnen enthaltene Wasser. Dadurch wird sie leichter und beginnt sich von grün über gelb bis zu hellbraun zu verfärben.
- First Crack: Ab etwa 180–215 °C erreicht die Bohne den First Crack. Die in ihr enthaltenen Gase und Wasserdampf dehnen sich aus, bis die Zellstruktur aufbricht, dabei lösen sich mit leisem Knacken die Silberhäutchen von der Bohne. Jetzt entstehen die ersten Röstaromen, und die Bohne beginnt sich zu vergrößern.
- Aromenentwicklung und Säureabbau: Nach dem First Crack bilden sich, je nach Temperatur und Dauer, komplexe Geschmacksnoten. Helle Röstungen erhalten je nach Sorte mehr Säure und fruchtige Noten, während längeres Rösten den Körper verstärkt.
- Zu dunkle Röstungen: Dabei brechen die Zellwände weiter auf, und Öle treten an die Oberfläche. Jetzt entstehen ausgeprägte, karamellisierte, leicht verbrannte Noten. Die ursprünglichen, für die jeweilige Sorte charakteristischen Geschmacksnoten sind kaum noch erkennbar. Das ist oft ein Kennzeichen von billigem “Einheitskaffee“. Die Wirkung einer Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen geht dabei verloren.
- Abkühlen und Lagern: Nachdem die gewünschte Stufe erreicht wurde, müssen die Bohnen abgekühlt werden, um den Röstprozess zu stoppen. Anschließend sollten sie einige Tage ruhen. Wir empfehlen 3–6 Tage “Ausgaszeit”, damit sich die Aromen vollständig entwickeln können.
Unterschiedliche Röstgrade und ihre Auswirkungen
Der Röstgrad bestimmt nicht nur den Kaffeegeschmack. Er beeinflusst auch die Säure und die Textur des Getränks. Zu lange oder zu heiß behandelt – und plötzlich schmeckt der Kaffee nicht mehr nach Kaffee, sondern nach verbranntem Holz. Nach unserer Erfahrung gibt es keine perfekte Röstung. Nur die perfekte Röstung für eine bestimmte Sorte.
- Helle Röstungen bewahren den ursprünglichen Charakter und betonen feine Nuancen. Sie eignen sich besonders für die weltweit hochwertigsten Arabica-Varianten mit einzigartiger, harmonischer Geschmacksfülle.
- Mittlere Röstungen gelten als die vielseitigsten und sind bei den meisten Kaffeeliebhabern beliebt. Sie verbinden fruchtige Noten mit einer sanften Süße und leicht karamellisierten Noten. Ideal zu einem Stück Kuchen oder einem nussigen Gebäck.
- Dunkle Röstungen haben kaum noch Säure. Die Herkunft des Rohkaffees ist nur noch schwer zuordenbar.

Unsere Produkte
Bei welcher Temperatur sollte man Kaffee rösten?
Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung von Geschmackskomponenten, Säuren und Körper. Stefan Metzenleitner erklärt: „Gemäß Röstgrad variiert die optimale Temperatur. Wir empfehlen jedoch keine Hochtemperatur-Röstungen. Die 3 Rösttemperatur-Einstellungen von MyHomeRoast lassen eine einfache Temperatur-Einstellung für möglichst schonende Röstungen zu. Wir wollen, dass die natürlichen Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe der Kaffeebohne bestmöglich erhalten bleiben.
Wie lange sollte Kaffee geröstet werden?
Die Röstdauer hat einen direkten Einfluss auf den Genuss. Je länger die Kaffeebohnen geröstet werden, umso mehr verändern sich Säure, Süße, Körper und Bitterkeit. Bei der Röstung im Röstvollautomaten von MyHomeRoast erfolgt die Kaffeeröstung langsam, sodass sich die Aromen gleichmäßig entwickeln.
Achtung: Wird die Bohne zu kurz behandelt, bleiben die Aromen unausgereift. Zu lange geröstet, entstehen verbrannte und bittere Noten. Die optimale Dauer hängt daher von der gewünschten Röststufe und der Bohnensorte ab.
Ist Kaffee rösten schwer?
MyHomeRoast ermöglicht erstmals Kaffeerösten ganz einfach ohne Vorkenntnisse auf Knopfdruck. Unser System MyHomeRoast eignet sich für Profis und Anfänger gleichermaßen.
Wie kann man zu Hause Kaffee rösten?
Unsere Großeltern haben Kaffee noch zu Hause in Röstpfannen geröstet. Das erforderte viel Geduld und führte oft zu ungleichmäßigen Ergebnissen. Und die Pfannen hatten auch keine Rauchabsorbertechnik. Die beste Lösung für konstant guten Geschmack sind hochwertige Heimröster, die Temperatur und Dauer präzise steuern. Der Röstvollautomat von MyHomeRoast macht dies besonders einfach: Bohnen einfüllen, Röststufe wählen, fertig. Du benötigst keinerlei Vorerfahrung oder Fachwissen.
Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem Ratgeber „Kaffee selber rösten“.
Frisch gerösteter Kaffee schmeckt einfach besser!
Kaffeebohnen verlieren nach der Röstung schnell an Aroma. Wenn du hochwertigen Kaffee genießen möchtest, solltest du auf frische Röstung und eine schonende Verarbeitung achten. Nur so entwickelt das beliebte Getränk sein volles Potenzial.